Philosophie

Grammatikalisch betrachtet ist „Teamwerkstatt“ ein zusammengesetztes Hauptwort.

Zusammengesetzt aus Team, also einer aus mehreren Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten bestehenden Organisationseinheit, und Werkstatt, die gemeinhin als der Arbeitsraum eines Handwerkers gilt.

Soviel zur Theorie. Die in der Teamwerkstatt, wie wir sie sehen und verstehen, nur bedingt Platz findet. Was jedenfalls Platz findet ist die Überzeugung, dass Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken mehr bewegen, wenn sie in einem ungewohnten Kontext erleben, wie man trotz der Unterschiede gemeinsam an einem Strang zieht. Und dass ein gemeinsames und gleichzeitig mit eigenen Händen geschaffenes Werk Mitarbeiter langfristiger motiviert, auch die tägliche Arbeit im Team als einzigartiges ‚Werkstück’ zu verstehen.

Ziel der Teamwerkstatt-Projekte ist es, Menschen aus ihrem Arbeitsumfeld heraus in ein praxisorientiertes, schöpferisches, ungezwungenes Umfeld hinein zu versetzen – und ihnen die Möglichkeit zu bieten, durch das gemeinsam Erlebte besser zu verinnerlichen, was man in Zukunft gemeinsam innerhalb des Unternehmens bewegen kann.

Dieser Gedanke ist nicht neu. Was die Teamwerkstatt jedoch von anderen Teambuilding-Anbietern unterscheidet, ist die Verbindung von professionellem Handwerk und Teamarbeit. Die Teamwerkstatt wurde auf Basis der Erkenntnis gegründet, dass die gemeinsame Fertigung eines beständigen, nachhaltigen Produktes nicht nur die Gruppe, sondern auch den Einzelnen stärkt. Denn etwas Sinnliches zu erleben und dabei etwas Sinnvolles zu schaffen stärkt das Vertrauen in das Gegenüber und das Vertrauen in sich selbst. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Gruppen im Rahmen eines künstlerischen und/oder handwerklichen Projektes Teamarbeit besser verstehen und verinnerlichen. Gruppendynamiken oder Hierarchien, wie sie in allen Unternehmen bestehen, werden in einem anderen Kontext aufgeweicht – oder aber auch neue Dynamiken zum Leben zu erweckt.

Für mich war das gestern ein anstrengender, aber sehr schöner Tag! Es war toll einmal gemeinsam eine Leistung zu erbringen, wo man sofort das Ergebnis sieht! Hat wirklich Spaß gemacht, das könnten wir zur Regel machen, zum Beispiel einmal im Jahr!
Mag. Barbara Chiarini, MLP